www.diabetesauskunft.de Copyright 2011
Diabetes
Diabetes mellitus ist eine chronische Störung des Stoffwechsels, bei der die Blutzuckerkonzentration zeitweise oder ständig
erhöht ist. Im Allgemeinen werden unter dem Begriff Diabetes verschiedene Krankheitsformen zusammengefasst.
Typ-2-Diabetes wurde früher auch als Alterdiabetes bezeichnet, weil er meist bei älteren Menschen auftrat. Heute sind aber
zunehmend Jüngere, zum Teil sogar Kinder und Jugendliche von einem Diabetes mellitus betroffen. Übergewicht und
Bewegungsmangel erhöhen das Risiko, an Diabetes zu erkranken. In der Regel entwickelt sich Diabetes langsam. Häufig
vergehen bis zur Entdeckung 5-10 Jahre, in denen die Erkrankung bereits erhebliche Schäden angerichtet hat. Ursache der
Diabetes-Erkrankung ist in der Regel sowohl eine zu geringe Produktion des Hormons als auch ein zu geringes Ansprechen
der Körperzellen auf Insulin. Diabetes Typ 2 entsteht dann, wenn die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig
arbeiten und zu wenig Insulin produziert wird. Dieser Insulinmangel wird vom Körper wahrgenommen. Grade nach einer
Mahlzeit kann der Körper besonders auf das wenige Insulin reagieren. Es kann auch passieren, dass die Körperzellen das
Insulin weniger gut aufnehmen, so dass selbst bei einer ausreichend produzierten Menge an Insulin der Körper diese nicht
mehr „verwerten“ kann. Symtome
Der Typ 2 Diabetiker neigt häufig zu Übergewicht. Da über Jahre hinweg keine spezifischen Beschwerden vorliegen, wird
die Erkrankung oft nur "zufällig", beispielsweise während einer Routineuntersuchung, erkannt. Mögliche Symptome bei Typ
2 Diabetes können sein:
Müdigkeit, Antriebsarmut
Häufiges Wasserlassen
Verstärkter Durst
Trockene Haut
Sehstörungen
Schlecht heilende Wunden
Taubheitsgefühl in Händen und Füßen
Auswirkungen
Bei Diabetes sind die Glukosewerte im Blut zeitweise oder dauerhaft erhöht . Der hohe Zuckergehalt schädigt die kleinen und
großen Blutgefäße und die Nerven. Folgeschäden treten insbesondere bei längerfristig unbehandeltem oder schlecht
eingestelltem Diabetes auf, dazu zählen z. B.: Herz-Kreislauf-Erkrankungen Diabetischer Fuß Diabetische
Augenerkrankungen, Diabetische Nierenerkrankung, Nervenstörungen. Weiter kann es zu Symptomen kommen. Dazu
gehören: Herzrasen, verringerte Schmerzempfindlichkeit Herzinfarkt niedriger Blutdruck Störung der Darmbewegungen,
Verstopfung und das Unvermögen, den Stuhlgang zu kontrollieren Störungen der Magenentleerung, Übelkeit, Erbrechen
Entleerungsstörungen der Blase, Blaseninfektionen Erektionsprobleme Vermehrtes Schwitzen.
Folgeerkrankungen hinzukommen:
Bluthochdruck
Gefäßerkrankungen
Sexuelle Probleme
Erkrankungen der Augen, Nieren und Nerven
Unterzuckerung
Die gefährlichste Nebenwirkung einer Diabetestherapie mit Insulin, Sulfonylharnstoffen oder Gliniden ist eine
Unterzuckerung . Bei einer Unterzuckerung fällt der Blutzuckerwert unter 50 mg% , was in schweren Fällen bis zum Koma
führen kann. Sie kann z. B. durch zu hohe Dosierung von Insulin oder Sulfonylharnstoff eine ausgelassene Mahlzeit oder zu
geringe Zufuhr von Kohlenhydraten ungewöhnliche körperliche Anstrengung.
Alkohol
Erbrechen oder Durchfall
Schwäche der Hirnanhangdrüse, Nebenniere oder Schilddrüse
ausgelöst werden. Anzeichen einer leichten Unterzuckerung sind:
Blässe, Schwitzen, Zittrigkeit , Herzklopfen , Angst, Nervosität , Kribbeln Pelzigkeitsgefühl im Mund , Kopfschmerzen ,
Heißhunger , Weiche Knie
Bei einer schweren Unterzuckerung treten Konzentrations- und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit auf.
Durch die Zufuhr von Glukose über die Nahrung oder als Injektion kann der Blutzuckerspiegel wieder erhöht werden.
Diabetisches Koma
Engleisen die Blutzuckerwerte in Folge von relativem oder absolutem Insulinmangel dramatisch, kann der Patient in ein
diabetisches Koma fallen. Bei Typ-2-Diabetikern steigt der Blutzucker aufgrund des nur relativen Insulinmangels auf Werte
zwischen 600 und 1000 mg%. Es kann durch unzureichende Insulinzufuhr oder erhöhten Insulinbedarf ausgelöst werden.
Warnzeichen für ein diabetisches Koma sind:
Bauchschmerzen ,Übelkeit ,Erbrechen ,vertiefte, zwanghafte Atmung Azeton-Geruch in der Atemluft Bewusstseinstrübung
und -verlust. Das diabetische Koma kann lebensbedrohlich sein, Patienten müssen deshalb so schnell wie möglich auf einer
Intensivstation behandelt werden.
Verlauf und Tipps!!
Typ-2-Diabetes ist nicht heilbar. Eine gute Diabetes-Einstellung mithilfe einer entsprechenden Ernährung, Diät, Bewegung
und Medikamenten erhöht jedoch die Lebensqualität und die Lebenserwartung beträchtlich.
Häufig bewirkt bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern schon eine Gewichtsabnahme, dass der Blutzuckerwert sinkt. Da
hierbei das Fettgewebe abnimmt, wird der Körper wieder empfindlicher für das körpereigene Insulin. Auch körperliche
Bewegung erhöht die Empfindlichkeit des Körpers gegen das Insulin und bewirkt damit eine Senkung des Blutzuckers. Mit
einer Normalisierung des Körpergewichts, geeigneter Diabetiker-Ernährung und mit regelmäßiger körperlicher Bewegung
lässt sich Diabetes also zum Stillstand bringen oder zumindest verlangsamen. Dies wirkt sich auch positiv auf die
Folgeerkrankungen aus. Auch wenn bei Ihnen Diabetes bereits ausgebrochen ist, können Sie die mildern oder verhindern,
wenn Sie verschiedene Regeln einhalten: Die wichtigste Vorbeugemaßnahme ist die optimale Einstellung des Blutzuckers.
Damit lassen sich alle Folgeerkrankungen am sichersten verhindern. Deshalb sollten Sie Ihre Blutzuckerwerte regelmäßig
kontrollieren . Mit einer gesunden Ernährung lässt sich Diabetes am wirkungsvollsten bekämpfen!!.
Mindestens 2,5 Stunden körperliche Aktivität pro Woche
Mindestens 15 Gramm faserhaltige Ballaststoffe pro 1000 Kilokalorien
Höchstens 30% Fettanteil in der Nahrung
Höchstens 10% gesättigte Fettsäuren in der täglichen Nahrung
Behandlung
Beim Typ-2-Diabetiker stehen zunächst die geregelte Lebensweise, Ernährungsumstellung, Reduktion des Körpergewichts,
vermehrte körperliche Bewegung sowie Nikotin- und Alkoholverzicht im Vordergrund. Viele Patienten können damit über
viele Jahre hinweg behandelt werden. Reichen diese allgemeinen Maßnahmen nicht mehr aus, so sind dann zusätzlich
Tabletten oder eine Insulintherapie notwendig.